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Flying Daddy George

Georg ist Ehemann, Papa zweier niedlicher Töchter, Flugbegleiter, Student & Blogger.

Über 17.000 Menschen verfolgen seinen abenteuerreichen Alltag auf Instagram @flying_daddy_george..

 

 

Wir fanden, dass er so unfassbar gut zu uns passt und freuten uns auf das Interview sehr.

 

Wir konnten neben Erfahrungen aus der eigenen Kindheit, Tipps zur Alltagsbewältigung und Reisetipps von einem studierendem, Vollzeit fliegendem Papa und seiner Frau bekommen.

 

Außerdem erzählt Georg uns noch mal, wie er und Steffi mit der Ungewissheit und Sorge um ihre zweitgeborene Tochter umgegangen sind.

Danke für ein schönes Interview!

 

Interview

Zu aller erst interessiert uns, wie entstand die Idee zum Blog, was hielt deine Frau davon und abreitet Sie mit daran?

 

Angefangen hat das alles mit einem Instagram Profil, das für unsere Familien gedacht war. Die nächsten wohnen 80km von uns entfernt und damit sie trotzdem mitbekommen, was uns als Jungeltern so passiert, entstand eine Art Tagebuch auf Insta. Das Schreiben machte unglaublich Spaß und das Lesen scheinbar auch, denn innerhalb weniger Wochen lasen einige Tausend Menschen mit, die nicht direkt zur Familie gehörten! Ich merkte irgendwann, dass mir der Platz unter den Bildern bei Instagram - z.B. für Rezepte oder Bastelanleitungen - nicht

 reichte und so entstand der Blog. 

 

Stephie möchte sich eigentlich raus halten, schafft das aber nicht ganz. Sie macht ja manchmal die Fotos oder hält mich zurück, wenn ich mal wieder über die Strenge schlage. Alles was ich über uns veröffentliche muss natürlich von ihr abgenickt werden. Und: Stephie vergisst nichts. Und so erinnert sie mich manchmal daran, besonders schöne Kommentare und Nachrichten zu beantworten, für die ich mir richtig Zeit nehmen wollte und die ich dann vergessen habe! 

 

Alina und ich selber sind ja ehemalige Flugbegleiterinnen und mein Mann ebenso. Er war manchmal bis zu 8 Tage nicht zu haus, als er noch Langstrecke geflogen ist. Ich ab und an allein mit zwei unter zwei - das war zum Teil ne Menge Arbeit.

Habt ihr Hilfe? Was ist Steffis "Geheimrezept" zur Alltagsbewältigung wenn Du länger nicht da bist?

 

Dieses Geheimrezept hätte ich auch gerne! Wir haben nämlich keine Hilfe und wenn ich mal einen Tag mit den Mädels alleine verbringe, weil Stephie Termine hat oder einfach mal eine Pause braucht, bin ich danach ziemlich geschafft. Ich bin glücklicherweise maximal 5 Tage am Stück unterwegs und Stephie meistert das sehr gut. Meistens hat sie dann sogar noch „Pech“ und es kommt etwas unvorhergesehenes dazu. Einmal bekam Gwenny die Mund Hand Fuß Krankheit, als ich gerade auf so eine 5 Tages-Tour gestartet bin. Ich frag mich bis heute, wie Stephie es geschafft hat, dass sich Charly nicht angesteckt hat... Wenn es dann aber mal wirklich hart auf hart kommt, greift Stephie dann auch mal zum Telefon und fragt eine der Großmütter, ob sie nicht die Autofahrt auf sich nehmen, damit sie wenigstens mal in Ruhe duschen kann. Wahrscheinlich hilft ihr die Routine, die täglich gleichen Abläufe, die die Mädels gewohnt sind, denn wenn ich zu Hause bin, meint sie immer, ich würde alles durcheinander bringen, weil wir dann als Familie mehr unternehmen und der Alltag ein bisschen verloren geht. 

 

 

Du selber studierst, fliegst und bist junger Papa und Ehemann. Sei ehrlich, hast du einen Klon?!

 

 

Haha, das werde ich erstaunlich oft gefragt! Vielleicht habe ich einen und weiß es nicht ;-). Oder ich sollte mich als Versuchskaninchen bewerben. Spaß beiseite: Wir haben als Flieger ja schon auch etwas Freizeit und mein Studium absolviere ich an der Fern-Uni Hagen, die Zeiteinteilung ist also ziemlich flexibel. Um zu Hause Ehemann und Papa zu sein, verlagere ich viel Lernerei ins Layover. Mit Blick auf die Skyline Manhattans oder im Sand der Copacabana lässt es sich super lernen ;-). 

 

Du selber bist im Hotel aufgewachsen. In einer richtigen Gastro-Familie. Nun bist du auch beruflich bedingt nicht von 9:00 - 17:00 Uhr unterwegs. Bekanntlich brauchen Kinder Rituale, viele Berufe lassen einen wöchentlichen Fixtermin oder ähnliches nicht zu, was nicht heißt, dass man keine Beständigkeit vermitteln kann.

Was sind deine liebsten Kindheitserinnerungen hierzu und wie geschaltet Ihr Regelmäßigkeit mit euren beiden Mäusen?

 

 

Bis ich 6 Jahre alt war, hatte ich eine ganz normale Kindheit und kaum was mit den Berufen meiner Eltern am Hut. Erst dann zogen wir ins Hotel und ja, das Leben im Hotel ist schon etwas verrückt, aber für uns war das auch Normalität. Auch da entwickeln sich feste Rituale. Wenn ich zum Beispiel von der Schule kam, bin ich gleich durch die Küche und habe mir bei meinem Papa etwas zu Essen bestellt. Bis das fertig war, saß ich bei meiner Mutter in der Backstube und habe von meinem Tag berichtet. Gegessen habe ich dann mit meinem Uropa, der immer im Aufenthaltsraum des Hotels saß. Natürlich kein klassisches Familienmittagessen, aber ich kannte es nicht anders. Wir versuchen bei den Mädels auch richtige Rituale einzuführen, die Stephie auch mit ihnen macht, wenn ich nicht da bin oder auch umsetzbar sind, wenn wir alle zusammen unterwegs sind. So gibt es beim Zubettgehen eine feste Reihenfolge von Schlafanzug anziehen, Zähne putzen usw. Wir tanzen und toben nach dem Abendessen immer nochmal richtig und lesen auch abends immer ein Buch zusammen. Das schafft für die Kleinen Sicherheit, auch wenn ich nicht da bin oder wir in völlig fremder Umgebung schlafen. 

 

Deine 10 Reisetipps, die für die "Mens Health"diesen Sommer abgedruckt wurden, sind einfach der HAMMER! Hast du noch mehr davon in petto?

(https://flyingdaddygeorge.com/2017/09/27/meine-10-etwas-anderen-reisetipps/)

Und hast du Tipps für Reiseziele mit Kind?

 

Haha, ja das war wirklich eine Ehre, dass die Men’s Health mich als „Reiseexperte“ befragt hat. Wenn mich Follower fragen, wie sie einen Flug mit Kind meistern sollen, ist mein Lieblingstipp: Ruhe bewahren! Ich sehe so oft Familien an Bord, bei denen sich die Eltern so verrückt machen und damit die Kinder nur noch aufstacheln. Reisen ist für alle Beteiligten sehr aufregend, das meistert man am besten gemeinsam und mit Ruhe! Und wenn Babys oder Kinder mal weinen: keine Sorge um die Mitreisenden. Die haben auch nur für den Transport von A nach B bezahlt. Nicht für Ruhe oder Gemütlichkeit 😉 ! 

Als Reiseziel mit Kindern haben wir die Kanaren für uns entdeckt. Schon meine Eltern sind immer mit uns nach Gran Canaria geflogen und wir waren jetzt mit den Mädels auf Fuerteventura. Der Flug ist nicht zu lange, das Klima nicht so extrem und man bekommt im Supermarkt alle bekannten Produkte, die man vergessen hat einzupacken. Wir haben für den Herbst gleich wieder gebucht. Wer nicht so weit weg möchte, findet auch sehr schöne Flecken in Deutschland. Wir sind selbst auch viel hier unterwegs, ich reise schon genug und den Kindern ist es egal, ob sie auf Bali im Pool oder in der Therme in Buxtehude planschen. Solche Sachen, wie Thailand oder die USA heben wir uns auf, bis die Mädels alt genug sind, um dort Dinge zu erleben, an die sie sich ihr Leben lang erinnern können. 

 

 

 

Die Geschichte über Charlys Geburt, die damit verbundene "Arzt-Besuch-Tortur" und vor allem die Art und Weise der Ärzte haben mich sehr erschüttert. ( hier könnt ihr die Geschichte dazu lesen: https://flyingdaddygeorge.com/2017/08/13/charlys-kleine-besonderheit/ )

Ich wurden ähnlich verunsichert und fühlte mich schlecht informiert und behandelt von Ärzten, bei meinem zweiten Sohn.

Es ist ein so schreckliches und hilfloses (Schuld-)Gefühl, wenn man nicht weiß, was die richtige Entscheidung für sein eigenes Kind in solchen Momenten ist, vor allem wenn man sich von Ärzten nicht ernst genommen fühlt. 

Hast du einen Rat oder guten Zuspruch für Eltern, deren Kinder vielleicht nicht ganz gesund zur Welt kommen oder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben?

Wie einen kühlen Kopf bewahren und sich wenig beeinflussen lassen?

 

Oh ja, die erste Zeit war wirklich sehr schwer. Diese Unsicherheit war fast nicht auszuhalten. Uns hat Reden viel geholfen! Aber nur Stephie und ich! Anfangs haben wir den Fehler gemacht und uns ein paar Familienmitgliedern anvertraut. Da kannte dann jeder irgendjemanden, der sich total auskannte und dies und das vorschlug! Plötzlich stand es um Charly natürlich viel schlimmer und wir wurden zu Eile gedrängt. Das hat es erstmal wieder erschwert ruhig zu bleiben. Aber dann haben wir, wie gesagt nur noch auf uns gehört und letztendlich ja zum Glück den richtigen Arzt gefunden, der uns mit seiner Kompetenz überzeugte und beruhigen konnte. Jetzt wird Charly ein Jahr alt, sie entwickelt sich normal, ihr Angiom ist keine Einschränkung für sie und trotzdem erinnere ich mich noch ganz genau an diese ersten Stunden während und nach der Geburt. Wenn ich darüber nachdenke kommen mir wieder die Tränen, vielleicht wegen der - ja, traumatischen - Erinnerung, vielleicht aber auch, weil wir das letztendlich gut gemeistert haben. 

 

In unserem Umfeld haben wir die Erfahrung gemacht, dass jeder Mensch seinen Weg meistert, egal wie krank oder eingeschränkt er ist. Das hat uns damals auch Kraft gegeben, einfach in Charly selbst zu vertrauen.

 

 

 

 

Zu guter letzt sind wir neugierig. Ist eure Familienplanung abgeschlossen?

 

Also wenn es nach mir ginge, dann hätte ich gerne einen ganzen Stall voller Kinder ;-). Leider fehlt uns dazu noch das passende Hofgut, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Stephie hat gesagt, sie möchte auf jeden Fall eine gerade Anzahl an Kindern, aber auch mehr als zwei! Aber jetzt müssen Gwenny und Charly erstmal aus dem Gröbsten raus sein, denn zwei unter zwei zerren doch ganz schön an den Nerven, auch wenn Gwenny jetzt schon über 2 ist.

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Marie (Montag, 26 Februar 2018 22:16)

    Ich drücke die Daumen für das passende Hofgut!

  • #2

    Lina (Dienstag, 27 Februar 2018 11:33)

    Deine Stephie ist echt ne tolle!! ich wünsche euch noch 2 so süße Kinder und alles erdenklich Gute!!

Das sind wir

Alina und Alexandra.

 

Zwei ehemalige Flugbegleiterinnen.

 

Zweifachmamas.

 

Wir teilen nicht nur die Affinität für fremde Kulturen und Länder, vielmehr auch den Wunsch, unsere kleinen Menschenkinder zu weltoffen denkenden, toleranten und achtsamen Erdbewohnern auf zu ziehen.

 

Warum nicht Erfahrungen und Wissenswertes teilen!?

 

Desweiteren schwelgen wir gern in Erinnerungen aus unserer Zeit als Flugbegleiterin - hierzu findest Du mehr in der Rubrik "Gallytalk".

 

So kam die Idee zu diesem Blog.

 

 

 

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Kommentare: 5
  • #5

    Gulia (Dienstag, 02 Januar 2018 12:25)

    Ich bin über eine Instafreundin auf euren Blog gestoßen.
    Richtig schön, bin gespannt auf das was noch kommt!! Frohes Neues Jahr und lieben Gruß

  • #4

    Marie (Sonntag, 10 Dezember 2017 16:47)

    Newsletter bestellt ;)
    Super Blog weiter so.

  • #3

    Carola (Freitag, 08 Dezember 2017 16:23)

    Schöner Blog. Auch als oma interessant! Macht ihr klasse Mädels.. .

  • #2

    Marga (Mittwoch, 22 November 2017 19:30)

    Super toll geschrieben gefällt mir sehr weiter so Marga

  • #1

    Susy (Mittwoch, 22 November 2017 13:07)

    Hallo Alina ♥
    Hallo Alexandra!

    Ich bin jetzt schon begeistert von eurer Seite.
    Toll aufgebaut, sehr informativ und eure Foto´s sind der Hammer.
    Ich habe mich direkt in eurem Newsletter eingetragen, so dass ich nichts mehr verpasse.
    Macht weiter so...Liebe Grüße, Susy☺