Kyra - Argentinien

Essen gehen mit Kindern, schlafende Kinder auf zusammengerückten Stühlen... Das sind einige meiner prägendsten Kindheitserinnerungen, wenn ich mich hinsetzte, um diesen Text zu schreiben.

Undenkbar in Deutschland, zumindest unserer Erfahrung nach in Düsseldorf.

 

Aber von Anfang an:

 

Mein Name ist Kyra und ich komme aus Argentinien. Zusammen mit meinem Mann, ebenfalls Argentinier, haben wir zwei hübsche Kinder 4 und 2 Jahre alt. 

Beide sind in Düsseldorf geboren und wachsen in einem Mix von Kulturen und Gewohnheiten auf. Oft scheint es eine perfekte Mischung zu sein. Manchmal vermisse ich allerdings Argentinien und die leichte Art im Umgang mit Kindern sehr. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, meine Kinder ohne die Freiheiten, die sie in Deutschland genießen, aufwachsen zu sehen. Unterschiede gibt es sicherlich tausende.

 

Ich schreibe über die Unterschiede, mit denen meine Familie am häufigsten konfrontiert ist.

 

Argentinien ist reich an Natur Ressourcen. Die Bevölkerung des Landes konzentriert sich in Buenos Aires. Sie ist vielseitig und manchmal etwas chaotisch. 

Obwohl es bestimmt viele Gemeinsamkeiten  mit Deutschland gibt, ist der größte Unterschied für uns das Wetter.

Der Winter in Argentinien ist frisch, manchmal sogar kalt und feucht. Aber in der Regel begleitet uns viel Sonne. 

Von August bis Mai scheint die Sonne, es ist heiß, wir sind draußen, grillen und die Kinder genießen es. 

Sie genießen den Park, den Garten, einen Verein und den Pool.

Unter diesen Bedingungen ist es leichter, Mutter zu sein. Die Kinder spielen draußen und schließen schnell Freundschaften. 

In Argentinien sind Kinder ein natürlicher Teil des Lebens. In jeder Familie und in Freundeskreisen. Und so werden sie auch behandelt.

Sie werden zu  fast allen Anlässen und  Feierlichkeiten mit eingeladen, und dürfen trotzdem Kinder sein. Sie machen Schmutz, sind laut, spielen und manchmal werden sie müde. Allerdings nicht unbedingt um Punkt 19:00 Uhr.

Die Uhren in Argentinien ticken anders. Aufgrund des Klimas organisiert man den Tag anders als ins Deutschland.

Besonders am Wochenende und an Feiertagen ist es üblich, dass die Kinder Nachmittags Siesta schlafen, wenn es sehr heiß ist, sodass sie am Abend länger wach sind, wenn es wieder kühler wird.

 

Damit komme ich zum ersten prägnanten Unterschied zur deutschen Erziehung:

 

Die Flexibilität im Umgang mit Zeiten. Zum Beispiel mit der Zu Bett geh Zeit der Kinder.

Für uns ein großer Pluspunkt für Argentinien und der Grund warum ich als Kind immer wieder in einem Restaurant auf Stühlen schlief.

Auf der anderen Seite hätten unsere Kinder in Argentinien nicht so viele Freiheiten wie in Deutschland.

Hier fahren sie auf der Straße Fahrrad, und mein Herz bleibt  nicht stehen, sollte ich sie eine Sekunde aus den Augen verlieren.

Ich sehe Kinder aus der Nachbarschaft, die morgens alleine zur Schule gehen, und beneide sie dafür.

In Argentinien undenkbar, da es zu gefährlich ist.

Alle Fenster haben Gitter und spielende Kinder oder ein Schulweg ohne Aufsicht gibt es nicht.

Wenn sie älter werden, räumt man ihnen selbstverständlich langsam Freiheiten ein, was den Müttern jedoch nicht leicht fällt. Ich höre von Müttern größerer Kinder, dass die Sorge stets bleibt.  

 

Als Letztes, das Schulsystem:

 

Wenn es finanziell möglich ist, sind argentinische Eltern bemüht, ihre Kinder eine private Schule besuchen zu lassen, um ihnen die best mögliche Bildung zu ermöglichen. Leider hat die öffentliche Bildung in den letzten Jahren qualitativ sehr gelitten.

Diese Kombination von Faktoren verursacht, dass Kinder von klein auf in unterschiedliche soziale Strukturen aufgeteilt werden.

Dadurch wird die Mobilität und die Vielseitigkeit der sozialen Kontakte reduziert.

In Deutschland gehen alle Kinder, außer wenige Ausnahmen, in die Schule eines Viertels. In meinen Augen hat dies viele Vorteile, die man in Argentinien nicht genießen kann.

Die Schulfreunde wohnen in der Nähe, ökonomische Unterschiede spielen keine Rolle und die Kinder gehen zu Fuß zur Schule.

 

Wiederum spricht ein Unterschied für argentinische Schulen. Es gibt nur eine Schulart, vergleichbar mit der deutschen Gesamtschule.

Niemand entscheidet für einen nach der vierten Klasse, welchen Schulweg er einschlägt und welche Zukunft ihm somit bevorsteht.

 

Nun lade ich Euch ein, Argentinien kennenzulernen, um diese Unterschiede mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben. 

Es wird immer jemand da sein, um Euch die Schönheiten unseres chaotischen Landes zu zeigen. 

 

Kyra 

 

eine deutsche Argentinierin verliebt in beide Länder! 

 

www.doulakyra.com  

 

  

Salir a comer... llevar a los chicos. Que se duerman sobre las sillas. Ese es uno de los recuerdos más presentes de mi infancia cuando me siento a escribir esto. Impensable en Alemania, al menos desde nuestra experiencia en Düsseldorf. 

 

Igual empiezo por el principio:

 

mi nombre es Kyra y soy argentina. Junto a mi marido, también argentino, tenemos dos hermosos hijos (de 4 y 2 años). Ambos nacieron en Düsseldorf y crecen en un mix de culturas y costumbres. El mejor que nos sale. A veces parece una mezcla perfecta, a veces extraño horrores nuestra Argentina y su soltura con los niños, a veces no me puedo imaginar criar a mis hijos sin las libertades que tienen acá. 

 

Argentina es grande, rica en recursos naturales, la población está muy concentrada en Buenos Aires y es un poco ecléctica y a veces un poco caótica. Si bien debe haber similitudes con Alemania, para nosotros la gran diferencia la hace el clima. El invierno puede ser fresco, a veces incluso frío y húmedo, pero en general nos acompaña el sol. Mucho sol! Desde agosto hasta mayo el sol brilla, hace calor, estamos afuera, comemos asado y los chicos disfrutando. Disfrutando de la plaza, el jardín, el club, la pileta. En esas condiciones resulta (a nosotros; obviamente siempre hablo desde nuestra perspectiva personal) fácil tener chicos, dejarlos jugar y hacer amigos por doquier. En Argentina los niños son parte normal de la vida, de la familia, de los grupos de amigos y así también se los trata. Están invitados a casi cualquier lado, pueden estar en casi todas las ocasiones y son niños. Ensucian, gritan, juegan y a veces se cansan, pero no necesariamente a las 19:00. Los horarios en Argentina son otros. Porque hace calor, el día se organiza diferente. Sobre todo el fin de semana y en días festivos es común que los niños duerman siesta a la tarde (cuando hace mucho calor) y se queden a la noche con lo padres y el resto de los chicos hasta tarde despiertos (cuando refresca).

 

He aquí la primera diferencia educando a los chicos:

 

la flexibilidad con los horarios, sobre todo para acostar a los niños. 

Para nosotros: un gran punto a favor de Argentina y el motivo por el cual yo de niña dormía en las sillas de un restaurante. 

Por otro lado, nuestro chicos jamás tendrían en Argentina tantas libertades como acá. Andan muchísimo en bicicleta por el barrio, los pierdo por segundos de vista y no se me para el corazón. Veo a los chicos del barrio caminando a la primaria solos por la mañana y los envidio. Una gran desventaja en Argentina, que condiciona muchas decisiones relevantes a la educación, es la inseguridad. Las ventanas tienen rejas, en la calle o en la plaza no se juega sin la supervisión de adultos y es impensable, para nosotros, dejar a los chicos ir caminando solos por ejemplo a la escuela. Cuando son más grandes, obviamente van ganando estas libertades, pero por lo que escucho de mamás con chicos más grandes: cuesta nervios. Uno no lo hace a la ligera. Acá resulta más fácil. 

 

Por último: el sistema educativo:

 

De ser posible, económicamente, en Argentina las familias hacen un esfuerzo por mandar a los chicos a una escuela privada, intentando darles la mejor educación posible. Lamentablemente la educación pública sufrió mucho, cualitativamente, en las últimas décadas. Esta combinación de factores lleva a que la sociedad, los niños incluidos, desde temprana edad sean segregados a diferentes entornos socioeconómicos y por ende la movilidad y la heterogeneidad de los contactos sociales se vea reducida. Acá todos los chicos, salvando algunas excepciones, van a la escuela del barrio. En mis ojos eso tiene muchas ventajas, que lamentablemente en Argentina nos perdemos. Los amigos son los del barrio, las diferentes condiciones económicas no juegan un rol en la educación y los chicos van caminando a la escuela. Por otro lado allá la gran ventaja reside en un camino igual para todos al transitar el sistema educativo. Nadie decide a fines de cuarto grado por uno, qué tipo de escuela y por ahí de qué futuro le toca. 

Laos invito a conocer personalmente Argentina (un país hermoso!) para verlas y vivirlas con sus propios ojos. En Argentina siempre va a haber alguien para mostrarles las bellezas de nuestro caótico país.

 

Kyra

 


una argentina-alemana enamorada de ambos países.

 

www.doulakyra.com 

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Maracla (Dienstag, 02 Januar 2018 19:24)

    Total interessant! Ist das Bild auf dem Pferd in Deutschland oder Argentinien entstanden :) LG Maracla

  • #2

    motherearth (Dienstag, 02 Januar 2018 21:20)

    Hallo Maracla.. Danke für dein feedback. Wir finden es auch so spannend und schön! Das Bild ist in Buenos Aires - San Antonio de Areco entstanden.

  • #3

    Gabi Niedenthal (Donnerstag, 04 Januar 2018 14:15)

    Gratuliere Kyra! Eine bessere Beschreibung hätte ich nicht machen können ! Ja, so ist es, wie immer schon, unser herrliches und chaotisches Argentinien! Y creo que nada cambiará! Un abrazo�!

Das sind wir

Alina und Alexandra.

 

Zwei ehemalige Flugbegleiterinnen.

 

Zweifachmamas.

 

Wir teilen nicht nur die Affinität für fremde Kulturen und Länder, vielmehr auch den Wunsch, unsere kleinen Menschenkinder zu weltoffen denkenden, toleranten und achtsamen Erdbewohnern auf zu ziehen.

 

Warum nicht Erfahrungen und Wissenswertes teilen!?

 

Desweiteren schwelgen wir gern in Erinnerungen aus unserer Zeit als Flugbegleiterin - hierzu findest Du mehr in der Rubrik "Gallytalk".

 

So kam die Idee zu diesem Blog.

 

 

 

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Kommentare: 5
  • #5

    Gulia (Dienstag, 02 Januar 2018 12:25)

    Ich bin über eine Instafreundin auf euren Blog gestoßen.
    Richtig schön, bin gespannt auf das was noch kommt!! Frohes Neues Jahr und lieben Gruß

  • #4

    Marie (Sonntag, 10 Dezember 2017 16:47)

    Newsletter bestellt ;)
    Super Blog weiter so.

  • #3

    Carola (Freitag, 08 Dezember 2017 16:23)

    Schöner Blog. Auch als oma interessant! Macht ihr klasse Mädels.. .

  • #2

    Marga (Mittwoch, 22 November 2017 19:30)

    Super toll geschrieben gefällt mir sehr weiter so Marga

  • #1

    Susy (Mittwoch, 22 November 2017 13:07)

    Hallo Alina ♥
    Hallo Alexandra!

    Ich bin jetzt schon begeistert von eurer Seite.
    Toll aufgebaut, sehr informativ und eure Foto´s sind der Hammer.
    Ich habe mich direkt in eurem Newsletter eingetragen, so dass ich nichts mehr verpasse.
    Macht weiter so...Liebe Grüße, Susy☺